Archiv für die Kategorie ‘Umweltjournalismus’

Wirtschaftswoche startet Nachhaltigkeitsportal

Montag, 05. November 2012

Das Magazin ist immer wieder durch diesen neuen Themenschwerpunkt aufgefallen, jetzt baut es dafür einen Leuchtturm auf in Form eines Portals auf. Das Branchenmagazin Horiziont schreibt:

Die Ökologie sauber ökonomisch zu erklären, das können nur wenige so gut wie wir. Und es gibt ein stetig wachsendes Interesse daran“, sagt „Wirtschaftswoche“-Chefredakteur Roland Tichy im Interview mit HORIZONT (Ausgabe 44/2012). Das gedruckte Special „Green Economy“ erschien bislang vier Mal, nun folgt der große Auftritt im Netz. Das Portal soll laut Tichy „eine Art Techcrunch für die Green Economy“ werden. Regie führt Sebastian Matthes, im Hauptjob Ressortleiter Technik & Wissen des Wirtschaftsmagazins. Er ist dabei, ein Expertenteam aufzubauen und will bis Ende 2013 mindestens fünf Autoren für das Portal gewinnen. Auch „Wiwo“-Redakteure werden für Green.wiwo.de schreiben.

Das Internetangebot richtet sich sowohl an Konsumenten als auch an die Entscheider der Szene und wird sie mit Meldungen, Personalien, Analysen, Studien und Best-Practice-Beispielen versorgen. Neben aktuellen Erkenntnissen aus Forschung und Wissenschaft sollen spannende Startups, Projekte und Produkte vorgestellt werden. Kurzum: Green.wiwo.de will durch seine Berichterstattung Unternehmen, Marken und Konsumenten auf die grüne Wirtschaft der Zukunft vorbereiten und erklären, was der grüne Wandel für die Finanzmärkte bedeutet. Angepeilter Starttermin ist der 19. November.

Der “Journalist” und die Geflügelwirtschaft…

Montag, 22. Oktober 2012

war ein Thema für eine Kollegin bei GEO.de. Denn die Fachzeitschrift bietet in ihrem Weiterbildungssegment Info-Seminare für Journalisten an, die teils fragwürdige Partner ausrichten. Es geht da generell um die Frage, ob man so als Fachmagazin, das die Ethik und Neutralitätsgebote sehr hoch hält und gerne deswegen selbst kritisch wird, eine solche Lobbynähe, egal zu wem, gezielt herstellen muss. Wenn der ADAC, WWF, Geflügelzüchter oder wer auch immer direkt ein Medienseminar anbieten, sind die Verhältnisse klar und man weiß, was auf einen zukommt, wenn man da überhaupt hingeht. Warum muss ein Berufsverband wie der DJV mit seinem Magazin da den Transmitter spielen? GEO.de schreibt:

Massentierhaltung – Nicht so schlimm?

Das Medienmagazin “journalist” des DJV lädt gemeinsam mit der Informationsgemeinschaft Deutsches Geflügel zum Journalistenworkshop “Ab in den Hühnerstall”. Ein unglücklicher Versuch, das angeschlagene Image der Geflügelwirtschaft aufzubessern

Einen Lehrstuhl für Umweltjournalismus? Gibt es! In den USA…

Montag, 01. Oktober 2012

Derzeit tut sich zwar einiges im Umweltjournalismus hierzulande, aber von solchen Ausschreibenungen sind wir noch etwas entfernt. Das bekannte Knight Center for Environmental Journalism in Michigan sucht einen Chef, hier die Ausschreibung:

Knight Chair in Environmental Journalism, Michigan State University

The School of Journalism seeks candidates for the endowed Knight Chair for Environmental Journalism. We seek an internationally respected journalist and/or scholar committed to expanding the Knight Center for Environmental Journalism and advancing our strong international programs of research, teaching and outreach.

The ideal candidate will have a doctorate or other terminal degree and/or at least 10 years of journalism experience in any medium with a significant part of that experience covering the environment and science. A commitment to aggressive external grant activity is essential. A record of high-quality academic research and experience with new media are preferred. Experience in training professional journalists and/or science communicators and fluency in at least one language in addition to English are preferred.

The successful candidate for this tenure-stream position will serve as director and administrator of the Knight Center. The Center aims to improve
public understanding of environmental issues through education, outreach and research. It trains students, professional journalists, scientists and
citizens how to communicate about complex environmental issues. The Center’s faculty works with world-class MSU scholars in diverse
environment-related areas including climate, bio-economy, water, public policy and sustainability. The position also involves undergraduate and
graduate teaching of environmental and science journalism and other courses in the School of Journalism curriculum.

The School of Journalism houses a vibrant faculty and integrates the work of internationally known scholars and journalists who offer a digitally based professional curriculum and nationally ranked interdisciplinary graduate programs. New media research and design is an emerging area of excellence in the College of Communication Arts and Sciences. Opportunities abound for collaboration and building new specialties within the College and University.

The College, established in 1955, combines a research-intensive faculty with a strong professional mission to prepare students for rewarding careers and emerging technologies, and to influence the professional practice of communication globally. For additional information, visit jrn.msu.edu.

Fischerei-Seminar und Recherche-Tipp: das Earth Journalism Network

Montag, 30. Juli 2012

Eine der größten internationalen Initiativen für Umweltjournalismus ist das Earth Journalism Network. Ich organisiere gerade dafür ein Seminar zur EU-Fischereipolitik für deutsche Journalisten, das Ende Oktober in Lübeck stattfinden wird. Das Netzwerk organisiert weltweit umweltjournalistische Seminare, hält Studien und Lehrmaterialien bereit. Eine wunderbare Fundgrube für alle Interessierten!

 

Interview mit Zeo2: “Wir wollen bissig, aber nicht bärbeißig sein”

Freitag, 13. Juli 2012

Seit diesem Jahr wird das 2008 erstmals erschienene Umweltmagazin “Zeo2″ von der taz gemacht. Die Deutsche Umwelthilfe bleibt aber Herausgeber. Torsten Schäfer sprach mit Chefredakteur Marcus Franken über die Ziele des Magazins und den grünen Medientrend.

Warum sind grüne Themen medial wichtiger geworden? Vom Lebensmittelskandal bis zum Ausstieg aus der Atomenergie dominieren grüne Themen oft genug die Titelseiten und die vorderen Plätze im Fernsehen – oder die Top-Meldungen im Internet. Klimawandel, Ressourcenknappheit und historische hohe Preise, Artenrückgang und Lebensqualtität sind beherrschende Themen. Die Frage, wie der Mensch sich auf diesem Planeten einrichtet, ist offensichtlich wieder wichtig geworden. Es gibt eine neue Sensibilität dafür. Aber es gibt für dieses Mega-Thema kaum ein eigenes Magazin, dass das konsequent im Auge behält. Genau das wollen wir mit zeo2.

Aber was steht dahinter? Wir befinden uns in einem mehrfachen Umbruch: Vom fossilen Zeitalter ins Postfossile; vom nicht-nachhaltigen Wirtschaften ins nachhaltige Wirtschaften. Wir erleben heute, wie ganze Industrien zugrunde gehen: Etwa die Ölindustrie, die immer noch die größten und mächtigsten Konzerne des Planeten stellen. Und neue Industrien entstehen: von den Erneuerbaren bis hin zur Entwicklung von Sromspeichern für die Fahrzeuge von Morgen. Da finde ich es eher erstaunlich, dass nicht mehr Verlage das Thema mit einem eigenen Heft besetzen.

Was will Zeozwei erreichen? Wir wollen mit Humor und guter Recherche über die großen Umwelt- und KLima- und Lebensstilfragen auf diesem Planeten berichten. Das geht bei der Energiewende los, läuft über die Mobilität der Zukunft und hört bei guten Lebensmitteln nicht auf. Wir wollen unsere Ziele vor allem über gründliche Reportagen und Features, kluge Standpunkte aber auch schicke und ökologische Produkt-Empfehlungen erreichen. Dazu gehören auch hämische Kommentare etwa zu Claudia Roth. Wir wollen bissig, aber nicht bärbeißig sein.

Wieviele Mitarbeiter gibt es? Das habe ich nie gezählt: neben der Redaktion von Manfred Kriener und mir gibt es die Kolleginnen und Kollegen im Layout, die Gestalter von Kircher + Burkhard, die das Heft entworfen haben, die Leute bei der taz, die die ganze Arbeit des Vertriebs und des Marketings im Hintergrund machen. Ohne die vielen freien Autoren, die bei uns schreiben, sind ein gutes Dutzend Leute regelmäßig mit zeo2 beschäftigt.

Gibt es genug Anzeigen aus dem grünen Spektrum? Anzeigen gibt es nie genug. Wir merken aber schon, dass die grünen Unternehmen von Lebensmittelanbietern bis Öko-Energie-Firmen nicht so finanzstark sind, um häufig genug zu schalten. Wir setzen darum in erster Linie auf die Abonnenten und Kiosk-Käufer: Bei gut 8000 verkauften Heften werden wir rental.

Gibt es Bedarf an freien Autoren? Wie hoch sind die Honorare? 80 % des Blattes werden von Freien geschrieben, wir freuen uns über gute Angebote von Text und Bild. Die Honorare liegen bei 200 Euro aufwärts.

10 Tipps für Jungjournalisten

Donnerstag, 05. Juli 2012

Durchdacht und hilfreich finde ich die „Zehn Überlebenstipps für Jungjournalisten“ von Reinhard Christl. Er ist Leiter des Instituts für Journalismus der FH Wien und war 14 Jahre lang Journalist.

Bitte helfen! Eine der besten Klima- und Umweltseiten im Internet ist bedroht

Freitag, 13. April 2012

Der wirklich gute und einzigartige Online-Fachdienst Klimaretter.info steht vor dem Aus. Die Kollegen brauchen Hilfe – und schreiben:

Notbetrieb! Notbetrieb! Notbetrieb!

Liebe Leserinnen und Leser,

klimaretter.info ist in Not geraten, seit 1. April bekommen die Redakteure unseres Magazins kein Geld mehr. Daher können wir den Umfang unserer Berichterstattung nicht mehr in der gewohnten Breite aufrecht erhalten, sondern nur ein schmales Notprogramm anbieten. Ob es weiter mit dem Magazin zur Klima- und Energiewende geht, hängt nicht zuletzt von Ihnen ab.

Ausführlicher gibt es Informationen auf der Notbetrieb-Seite.

Kommentar zum Umweltrecherche-Dossier: www.natursoziologie.de

Mittwoch, 04. April 2012

Dr. Rainer Brämer schreibt:

“Sammelsurium” mag die Sache vor zwei Jahren getroffen haben – da befand sich www.natursoziologie.de noch in den Anfängen, während die Themen von www.wanderforschung.de und deren praktische Anwendung in Form der Schaffung einer neuen Gattung von Spitzenwanderwegen alle Kräfte in Anspruch nahmen. Mittlerweile sind die Wanderforschungs-Themen so weit vorangetrieben, dass sie erste Nachahmer-Studien provoziert haben. Premiumwege gibt es zu Hunderten in ganz Deutschland, und sie werden begeistert vom Publikum angenommen, weil sie ganz offensichtlich (und ja auch gezielt) ein weit verbreitetes Bedürfnis nach Naturkontakten im Sinne eines entlastenden Psychotops aufgreifen.

Von daher ist endlich Zeit und Raum für das übergreifendere Thema “Natur im Alltag”. Subthema um Subthema wird ausgebaut, zuletzt Naturwissen und Naturerfahrung, derzeit stelle ich Daten zum Thema Naturschutz zusammen. All das ist nicht zuletzt deshalb so faszinierend, weil dieses an sich große Feld noch weitgehend unbeackert ist und  – wie schon zuvor beim Wandern – aus den empirischen Daten ein ganz anderes Bild entsteht als das der einschlägigen Klischees, Medien und Umweltprofis.

Derzeit wird das Thema Umwelt in der öffentlichen Kommunikation noch weitgehend auf der  technisch-industriellen Ebene abgehandelt, wo sich Objekte und Subjekte wie in den Naturwissenschaften scharf getrennt gegenüberstehen. Tatsächlich ist unser alltägliches Naturverhältnis sehr viel integrativer angelegt. Natur und Mensch sind nicht zu trennen, und das gilt selbst auf der begrifflichen Ebene.

Jeder neue Wissenschaftszweig beginnt mit losen Einsichten, dann kommt ein Sammelsurium von irgendwie spannenden Befunden. Im Moment versuche ich, darüber hinauszukommen – leider immer noch weitgehend als Einzelgänger. Natursoziologie ist eigentlich eine Unterdisziplin der Umweltsoziologie, die sich aber bis heute nicht von der wissenschaftlich- technisch geprägten Perspektive der Trennung von Mensch und Natur hat emanzipieren können.

Kostenfreies Seminar: Nachhaltigkeit für Journalisten

Dienstag, 06. März 2012

Grüne Themen haben die Agenda erobert, Medien ihre Berichterstattung über Umwelt und Nachhaltigkeit ausgeweitet – sei es mit neuen Sendungen, Serien, Sonderseiten oder ganzen Magazinen. Damit steigt der Bedarf für Journalisten, neues Sachwissen zu gewinnen und die besten Recherchequellen kennenzulernen -  ebenso wie den grünen Medienmarkt, seine Anbieter, Schauplätze und Spielregeln. Entsprechende Weiterbildungen fehlen aber.

Das Seminar „Nachhaltigkeit für Journalisten“ der Stiftung Forum für Verantwortung macht am 8. /9. Juni in der Europäischen Akademie Otzenhausen (Saarland) Nachhaltigkeit und Journalismus-Programm Renommierte Forscher wie Hartmut Graßl und Harald Welzer führen in die Themen Klimawandel und sozialen Wandel ein. Stiftungsvorstand Klaus Wiegandt, Ex-Vorstandsprecher der Metro-AG, beleuchtet die ökonomische Seite der Nachhaltigen Entwicklung.

Bernhard Pötter, bekannter Umweltjournalist der taz und Bauchautor, bereitet die Teilnehmer gezielt auf den Gipfel Rio 20+ vor, der ab dem 21.6. das 20-jähirge Jubiläum des Erdgipfels von 1992 feiert – und damit dem Thema Nachhaltigkeit eine ganz konkrete Aktualität gibt. Daneben stehen Recherche-Strategien, Quellenkunde, Themenfindung und Textanalysen auf dem Plan.

Mehr unter www.forum-fuer-verantwortung.de. Das Seminar ist kostenfrei. Auch die Übernachtungen werden gestellt. Teilnehmer müssen nur die Anfahrt selbst tragen. Anmeldungen bitte unter “Nachhaltigkeit für Journalisten” bei Frau Hamm, hamm@eao-otzenhausen.de, Tel. 06873-662266

Umweltjournalismus – ein erstes Studienangebot in Deutschland

Donnerstag, 26. Januar 2012
In den USA gibt es fast 30 Modelle für arbeitende und angehende Journalisten, sich zu Umwelt und Nachhaltigkeit aus- oder fortzubilden. In Deutschland gab es bisher kein einziges Programm, weder an Hochschulen noch an Akademien. Das wird sich im Herbst 2012 ändern: Die Universität Lüneburg bietet ausgehend vom Institut für Umweltkommunikation für Journalisten mit Studienabschluss und ersten Berufserfahrungen das zweisemestrige Zertifikatsprogramm „Nachhaltigkeit und Journalismus“ an.

Es wird darin um Themen wie Nachhaltigkeits- und Umweltpolitik, grüne Ethik, Umweltbewusstsein und insbesondere auch um die wirtschaftlichen Aspekte des Trendthemas Nachhaltigkeit gehen. Grüne Themen sind – als Reaktion auf die gleiche Entwicklung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – auch medial in den vergangenen Jahren viel wichtiger geworden. Die mediale Bildungslandschaft hat aber nicht reagiert, jetzt wird ein Anfang gemacht. Bewusst geht es um Nachhaltigkeit – und damit auch darum, den journalistischen Blick auf ökologische Themen um soziale und ökonomische Sichtweisen zu erweitern.

Neben wissenschaftlichen Hintergründen zu Risikokommunikation, Umweltkommunikation und Umweltjournalismus steht viel journalistische Praxis auf dem Plan: von Stilistik über Stilformen bis zu Recherche und Interviewtraining. Weitere aktuelle Hintergründe finden sich ab dem Frühjahr auf den Seiten der Universität Lüneburg und auf dem Blog www.euroreporter.de, da wir mit DASUmweltinstitut an dem Projekt beteiligt sind.

Umweltjournalismus: Es tut sich was…

Dienstag, 12. Juli 2011

Ich komme gerade von einem Vortrag zum Umweltjournalismus an der Uni Hamburg zurück, wo das Thema teil einer Vorlesung war und immer wieder behandelt wird. Dann ist zu lesen, dass die FH Bonn-Rhein-Sieg zum Wintersemester mit dem ersten Umweltjournalismus-Studiengang in Deutschland beginnt. Endlich, will man sagen. In den USA und anderen Ländern gibt es das ja längst. Neuerdings kommen Medien auf Weiterbildungsstätten wie etwa die FES-Journalistenakademie zu und wollen Umweltseminare für ihre eigenen Bedürfnisse konzipiert haben. Der aktuelle “Umweltjournalist” ist außerdem gerade erschienen – und am Wochenende stand Umweltjournalismus bei der Sommerakademie der FES auf dem Plan. Ich habe den Eindruck, dass das träge Thema gerade etwas Fahrt aufnimmt, vor allem durch den neuen Studiengang. Wäre ja schön, wenn ein paar Strukturen entstehen.

Emsige Kollegen: Das Portal “Wir Klimaretter”

Dienstag, 28. Juni 2011
Vielleicht sind sie schon bekannt, aber dennoch lohnt es sich, hier kurz einmal auf die Kollegen von Wir Klimaretter aufmerksam zu machen. Das Team von Nick Reimer schreibt täglich Nachrichten, Berichte und Analysen zu den Themen Klima und Energie, aber eigentlich auch über viele anderen grüne Fragestellungen. Die Klimaretter beziehen Position und gehören damit zu einer Form des engagierten Journalismus in der Tradition etwa der taz. Gute Ideen sind da zu finden wie etwa der Klima-Lügendetektor. Aber auch die Kolumnen des größten Klima-Nachrichtenportals sind lesenswert. Mehr Klima- und Energieinfos, die journalistisch gut aufbereitet sind, kann man kaum finden. Also einfach mal vorbeischauen!

Gute Ideen für den Naturschutz

Freitag, 17. Juni 2011

Menschen für den Natur- und Artenschutz zu begeistern ist nicht einfach. Eine bekannte Aktion sind die GEO-Tage der Artenvielfalt, die auch dieses Jahr wieder stattfanden: national im Löcknitz-Tal und international in verschiedenen Ländern, unter anderem Kroatien, Brasilien und Ungarn. Ein pfiffiges Engagement zeigt auf diesem Feld auch der internationale Tierschutzfonds, der mit ganz unterschiedlichen Materialien auf Schulen zugeht – und damit auch als offizielles UN-Projekt der Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet worden ist. Der IFAW schreibt:

„Der Tier- und Artenschutz geht uns alle an, da wir eine Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und den Tieren tragen. Insbesondere Kinder und Jugendliche sollten etwas über diese Verantwortung und das Thema Nachhaltigkeit lernen, denn junge Menschen sind unsere Zukunft. Der IFAW entwickelt jedes Jahr Unterrichtsmaterialien und Aktionsangebote zu einem aktuellen Tier- und Artenschutzthema. Diese beinhalten neben einer Schüler- und Lehrerbroschüre eine DVD mit einem spannenden Film zum jeweiligen Thema.“

Umweltjournalismus: Russland + Osteuropa

Freitag, 20. Mai 2011

Der Umweltjournalismus in Russland und seinen Nachbarländern ist in den vergangenen Monaten etwas stärker im Netz diskutiert worden. Das liegt auch den den  Arbeitsbedingungen, die dort herrschen und immer wieder zu Nachrichten führen. In einem taz-Interview spricht Alexander Fjodorow, Vorsitzender der Vereinigung russischer Umweltjournalisten, über die Situation vor Ort. Der Wissenschaftler Pavel Antonov referierte schon 2007 mit einem Vortrag über den generellen Zustand des Umweltjournalismus in Osteuropa, den er selbst als Chefredakteur des Fachmagazins Green Horizon vorangebracht hat. Dahinter steht das Regional Environmental Center for Central and Eastern Europe (REC).

Die wichtigsten Umweltjournalisten

Dienstag, 26. April 2011

Wer sind eigentlich die wichtigsten Umweltjournalisten? Eine Antwort auf die Frage kann die Übersicht über die Träger des DUH-Umwelt-Medienpreises geben – und damit zeigen, wen zu sehen, hören und lesen sich besonders lohnt. Der Medienpreis der Deutschen Umwelthilfe ist mit die wichtigste Auszeichnung für Umweltjournalisten in Deutschland. Geehrt werden aber auch internationale Kollegen.

Interview zum Umweltjournalismus

Freitag, 08. April 2011

In Österreich gibt es eine gewisse Tradition, sich mit dem Thema Umweltjournalismus wissenschaftlich sowie in der Branche selbst auseinanderzusetzen. Die Umweltorganisation GLOBAL2000 hat die ORF-Journalistin Sonja Bettel zur ihren beruflichen Motiven befragt. Und wollte wissen: Was kann Umweltjournalismus erreichen? Was sind die besonderen Herausforderungen, Ziele und Anliegen von UmweltjournalistInnen?

Europas wilde Wunder

Freitag, 25. März 2011
Europa wird wilder, Arten wie der Luchs erholen sich. Darauf will das Fotografie-Projekt Wilds Wonders of Europe aufmerksam machen – und so eine europäische Naturidentität fördern (Bild: Tierpark Goldau, Schweiz)

Dicht besiedelt, stark industrialisiert, von Verkehrswegen durchzogen und weitgehend erschlossen – Europa gilt international vor allem als hoch entwickelte Wirtschaftsmacht und Technologie-Motor, nicht aber als Kontinent mit wilder Natur, weiten Landschaften und spektakulären Tierarten. Und wenn, dann ist oft von schwindender Fauna und Flora die Rede. Von leeren Meeren, bedrohten Arten, kaputten Landschaften – richtigerweise, denn die Umweltzerstörungen sind eklatant.

Dennoch gibt es – immer noch und nun verstärkt wieder – ein anderes, im Ausland weniger bekanntes Europa: einen Kontinent mit ungezähmter Natur, unendlichen Weiten und seltenen Tieren, die alte Reviere zurückerobern: Ob Braunbär, Wisent, Wolf, Luchs, Biber oder Seeadler – die Bestände haben zugenommen, auch dank der europäischen Naturschutzpolitik: Die Regierungen haben Jagdverbote verhängt und Nationalparke ausgewiesen. Die EU hat mit ihrer Umweltpolitik erreicht, dass Flüsse, Seen und die Luft sauberer geworden sind. Und es in Europa mit Natura 2000 das größte weltweite Netzwerk an Naturschutzgebieten gibt.

Auf diese Erfolge machen 69 europäische Fotografen aufmerksam, die sich im Projekt Wild Wonders of Europe zusammengetan haben. Und damit zum größten Naturfotografie-Projekt überhaupt, wie sie schreiben. Sie sind in 48 europäische Länder gereist, um die Naturschönheiten des eigenen Kontinents zu entdecken, bekannter zu machen – und zu zeigen, dass Europa wilder wird. Und Naturschutzpolitik Erfolg haben kann. Die Einmaligkeit der europäischen Natur sei ein fester Bestandteil der europäischen Identität, schreiben die Fotografen in ihrem Bildband. Allerdings einer, der viel zu seltenen in den Blick gerate. Ihre Bilder steuern gegen: Sie öffnen den Blick, lassen staunen und schaffen auf seltsame Weise eine Art europäisches Naturgefühl. Eine Mischung aus Stolz und Faszination auf und für die heimische Wildnis, die man so noch nicht gekannt und gesehen hat.

Umweltjournalist Bernward Janzing

Mittwoch, 16. März 2011

Einer der kompetentesten Energie-Fachjournalisten ist Bernward Janzing. Er verfasst für viele Medien Artikel zu Klima- und Energiethemen, schreibt spannende Bücher zur Thematik – und hält gute Vorträge, wie ich beim Seminar Erneuerbare Energien der Friedrich-Ebert-Stiftung immer wieder bezeugen kann. Zudem ist es seine sympathische und sachliche Art, die ihn zu einem glaubwürdigen Kommunikator macht. Nicht umonst erhielt er 2010 den Solarpreis von Eurosolar.

Organisation für Umweltkommunikation

Montag, 07. März 2011

Die IECA hat sich neu gegründet:

The International Environmental Communication Association (IECA-provisional name) is a newly formed network of environmental communication professionals and supporters. Our launch web site can be found at http://environmentalcomm.org. We sponsor the professional journal Environmental Communication: A Journal of Nature and Culture, the biennial Conference on Communication and the Environment, and promote other educational and practical opportunities. IECA is a new association welcoming members from all nations, communities and environmental interest areas. Nominations are currently being accepted for the organization’s founding Board of Directors. We are looking for individuals who are interested in leading this new initiative.

Links zum Umweltjournalismus

Freitag, 25. Februar 2011

Eine recht aktuelle Linkliste zu umweltjournalistischen Themen ist im Rahmen des deutsch-russischen Forums für Umweltjournalisten entstanden; an der Veranstaltung nahm übrigens auch GEO International teil: mit dem Chefredakteur der russischen Ausgabe, Vladimir Esipov.