Energiewende lernen – Vorholz lesen
Donnerstag, 08. November 2012Kaum jemand schreibt so kundig und ordnend über die Energiewende wie Zeit-Redakteur Fritz Vorholz. Wer sich auf dem Laufenden halten will, findet hier seine Artikel im ZEIT-Archiv.
Kaum jemand schreibt so kundig und ordnend über die Energiewende wie Zeit-Redakteur Fritz Vorholz. Wer sich auf dem Laufenden halten will, findet hier seine Artikel im ZEIT-Archiv.
Der englische Verlag Routledge hat einen Klassiker neu aufgelegt:
Environmental Policy in the EU. Actors, Institutions and Processes – 3rd Edition- Edited by Andrew Jordan and Camilla Adelle
Der Verlag schreibt:
The European Union (EU) has a hugely important effect on the way in which environmental policies are framed and implemented in many different parts of the world, but especially Europe. The new and comprehensively revised edition of this well-known textbook provides a state-of-the-art analysis of all the EU’s environmental policies.
Comprising five parts, it covers the rapidly changing context in which EU environmental policies are made, the key actors who interact to co-produce policy and the most salient dynamics of policy making, ranging from decision making through to implementation and evaluation.
Written by leading experts in the field, individual chapters examine how the EU is responding to a multitude of different problems including biodiversity loss, climate change, energy insecurity, and water and air pollution. They tease out the many important ways in which the EU’s policies on these topics co-evolve with national and international environmental policies. In this third edition a mixture of learning features are employed to ensure that undergraduate and postgraduate students fully understand how EU policies in this vital area developed in the past and how they are now adapting to the rapidly evolving challenges of the twenty-first century.
Der Kollege Jens Eber hat einen neuen Blog angelegt, der Nachhaltigkeit im Journalismus aus einer lokalen Perspektive betrachtet – ein wichtiger Beitrag, das komplexe Thema „von unten“ zu sehen, um nah am Leser zu sein. Hier geht es zu seiner Seite Thinkglobalwritelocal.de.
Für das Seminar “Nachhalitgkeit und Journalismus” der Stiftung Forum für Verantwortung habe ich Dateien mit Artikel-Zugängen, elf besonderen Quellen und vielen Links erstellt. Viel Spaß beim Lesen!
Die Aachener Stiftung Kathy Beys betreibt eine wertvolle Fundgrube für grünes Wissen: Im stets aktuell gehaltenen Lexikon der Nachhaltigkeit findet sich äußerst vieles – von dänischen Nachhaltigkeitsindikatoren bis hin zur Thüringer Agenda 21. Ich kenne kein vergleichbares Online-Nachschlagewerk zu diesem großen Themenkreis. Es hilft allen, die sich für Fragen des nachhaltigen Lebens interessieren – und darüber hinaus.
Das Hamburger Climate Service Centre (CSC) hat seine Angebote ausgeweitet und bietet nun einen Newsletter an, der die neuesten Ergebnisse aus verschiedenen Bereichen der Klimaforschung kurz zusammenfasst. Eine gute Hilfe für jeden, der sich mit dem Klimawandel beruflich beschäftigt oder das Thema aus purem Interesse einfach so verfolgt und einmal tiefer einsteigen will. Das CSC, das 2009 neu gegründet wurde und inbesondere die Öffentlichkeit verständlich über Klimathemen informieren soll, hat noch eine weitere gute Webseite aufgebaut: Der Klimanavigator erklärt den Klimawandel aus verschiedensten Blickwinkeln und gibt eine Übersicht über alle Forschungsstellen, die sich in Deutschland mit dem Thema befassen.
Menschen für den Natur- und Artenschutz zu begeistern ist nicht einfach. Eine bekannte Aktion sind die GEO-Tage der Artenvielfalt, die auch dieses Jahr wieder stattfanden: national im Löcknitz-Tal und international in verschiedenen Ländern, unter anderem Kroatien, Brasilien und Ungarn. Ein pfiffiges Engagement zeigt auf diesem Feld auch der internationale Tierschutzfonds, der mit ganz unterschiedlichen Materialien auf Schulen zugeht – und damit auch als offizielles UN-Projekt der Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet worden ist. Der IFAW schreibt:
„Der Tier- und Artenschutz geht uns alle an, da wir eine Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und den Tieren tragen. Insbesondere Kinder und Jugendliche sollten etwas über diese Verantwortung und das Thema Nachhaltigkeit lernen, denn junge Menschen sind unsere Zukunft. Der IFAW entwickelt jedes Jahr Unterrichtsmaterialien und Aktionsangebote zu einem aktuellen Tier- und Artenschutzthema. Diese beinhalten neben einer Schüler- und Lehrerbroschüre eine DVD mit einem spannenden Film zum jeweiligen Thema.“
Das Bundesumweltministerium wird in diesen Tagen 25 Jahre alt, weshalb es zwei Veröffentlichungen zum Jubiläum anbietet: Die Website www.umweltchronik.de ist eine multimediale Rückschau auf die deutsche Umweltpolitik, die im Print-Magazin auf 32 Seiten nochmal ausführlicher beleuchtet wird. Minister Röttgen fasst dort auch das Wichtigste zur Energiewende und der atomaren Zäsur zusammen; andere Artikel widmen sich Themen wie Klimapolitik, Naturschutz, Elektromobilität oder grünem Konsum. Wer wissen will, was aus staatlicher Perspektive die wichtigsten umweltpolitischen Themen, Fakten und Zahlen sind, dem dürfte das Heft weiterhelfen. Gerade auch für den schnellen Überblick.
Wieviel Sonnenstrom in Deutschland schon heute eingespeist wird, zeigt eine animierte Karte des Wechselrichter-Herstellers SMA. Wegen des guten Wetters erreicht die Einspeisung im Moment an manchen Tagen über 13 Gigawatt – soviel wie 13 Reaktorblöcke. Schon erstaunlich, wie schnell diese Entwicklung geschehen ist. Spannend und auch schwierig wird nun der weitere Weg. Vor allem die sozialen und ökologischen Konflikte, die die Energiewende provoziert, stellen eine große Herausforderung dar – auch für die Umweltkommunikation, die hier vermitteln und aufklären muss.
Gute und umfassende Recherchehilfen mit viel Zahlenmaterial sind thematische Jahrbücher, die von Verbänden, Fachverlagen oder Behörden herausgegeben werden. Mit derlei Bänden haben wir auch bei einem rechercheintensiven Klimaprojekt von GEO gearbeitet. Wunderbar war etwa das “Jahrbuch Erneuerbare Energien”, das aber nach 2007 eingestellt wurde. Es gibt mit dem “Jahrbuch der europäischen Energie- und Rohstoffwirtschaft” einen eher fossilen Artverwandten. Und nun bin ich auf das Jahrbuch „Verkehr in Zahlen“ gestoßen, das in diesem Bereich bestimmt auch gut helfen kann.
Wer zu Umweltthemen recherchiert, steht ja öfter vor einer Frage: Wo kann ich schnell und kompakt Informationen dazu finden, was Deutschland etwa im Bereich erneuerbare Energien so alles gemacht hat im letzten Jahr – oder darüber hinaus? Man findet im Netz schnell sehr viel, hat aber immer noch im Hinterkopf, dass bei der Masse an News etwas vergessen gegangen ist. Vollständig und kurz sind die Zusammenfassungen des Umweltberichtes 2010, den das Umweltministerium selbst jährlich verfasst. Ein Blick hinein gibt Antworten auf die Frage, wenngleich natürlich Behördendeutsch zu lesen ist, da der Bericht nicht für die breite Öffentlichkeit geschrieben wird. Er ist aber insgesamt eine gute Recherchehilfe.
Dieses Buch muss einmal hervorgehoben werden. Wer sich wissenschaftlich für Umweltkommunikation interessiert, einfach nur die Hintergründe des täglichen grünen Nachrichtenstromes verstehen will oder darüber hinaus noch ganz andere Ideen spannend findet, wie Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen vermittelt werden können, dem sei das “Handbuch Nachhaltigkeitskommunikation” empfohlen. Es wird von Prof. Gerd Michelsen herausgegeben, der das Institut für Umweltkommunikation an der Universität Lüneburg leitet.
Bei der Umweltrecherche, egal ob nun akademischer oder journalistischer Art, sucht man ja des öfteren eine kompakte Übersicht zur deutschen Umweltpolitik, die vielleicht auch noch die EU-Höhepunkte enthält. Und ja, die gibt es: beim Ministerium selbst. Sicherlich ist die Auswahl der Ereignisse dadurch staatstragend und erfasst Punkte nicht, die etwa eine NGO benennen würde. Aber immerhin, eine Hilfe ist es allemal.
Zu den bekanntesten Forschern, die sich mit Umweltbewusstsein beschäftigen, zählt der Marburger Pädagoge Udo Kuckartz. Er anaylsiert seit Jahren die grüne Befindlichkeit der Deutschen und hat hierzu zahlreiche Texte veröffentlich, die wertvolles Hintergrundwissen für die journalistische Arbeit liefern – auch aus der EU-Perspektive. Die Texte sind frei einsehbar auf der Site “Klimabewusstsein”, dem aktuellen Forschungsthema Kuckartzs und seines Teams.
2011 ist das Jahr des Waldes. Und da können gute Sites helfen: Ein umfassendes und engagiertes Projekt rund um das Thema Wald ist das Waldportal des Umweltaktivisten Keno Tönjes. Es eignet sich gut auch für die journalistische Recherche mit der Linksammlung. Außerdem werden aktuelle TV-Sendungen rund um das Thema Wald angekündigt und verschiedene Waldformen beschrieben. Ähnlich gut und noch internationaler ausgerichtet ist die Seite Mongabay, die Rhett A. Butler eingerichtet hat. Der Wald-Fan ist kein Wissenschaftler, dennoch aber anerkannt. Und er schreibt selbst darüber, wie glaubwürdig die Informationen auf seiner Seite sind.
Das Fischereithema wird zunehmend wichtiger, weshalb ich einige Links aus der eigenen Berichterstattung zusammengestellt habe, die mir besonders nützlich erscheinen. Das Feld ist gegenüber dem Klimathema noch recht überschaubar, dennoch dürften nicht alle Quellen unbedingt so bekannt sein. Hier also die Liste.
Hier finden sich einige Links, die die Biodiversitäts-Berichterstattung erleichtern:
LINKS (M. Meister / T. Schäfer) (weiterlesen…)
Anknüpfend an das Seminar “Umweltberichterstattung: Erneuerbare Energien”, das ich vergangenen Woche in Berlin geleitet habe, stelle ich hier eine (keineswegs vollständige) Linksammlung für die Recherche bereit, die von nun an stetig erweitert wird. Sie findet sich rechts in der Leiste und in folgender Übersicht. (weiterlesen…)