Autor

Torsten Schäfer lehrt an der Hochschule Darmstadt in der Professur für Textproduktion Journalismus. Er arbeitete vorher als Redakteur für GEO International und ist bis heute Reise- und Umweltjournalist (Themen: Klimawandel, Fischerei und Arten) sowie Trainer in der Journalistenausbildung. Akdemische Publikationen seit 2008 (v.a. in journalistischen Fachmagazinen) zu Storytelling und Erzählformen sowie Umweltjournalismus, medialer Nachhaltigkeit und Europabericherstattung. In den vergangenen Jahren journalistische Wissenschaftsstücke und Naturreportagen v.a. für die FAZ, aber auch für tazDarmstädter Echo, Merian.de, Geo.de und Magazine wie Enorm und Natur. Dazu literarische Arbeiten (Lyrik, Kurzprosa, nature writing) sowie Essays für Kultur- und Literaturmagazine und populärwissenschaftliche Zeitschriften sowie Debattenportale. Lehraufträge an der RWTH Aachen, FHM Bielefeld, Universität Lüneburg, Hochschule Darmstadt und Oslo University College sowie Vorträge und Gastdozenturen an Universitäten in Freiburg, Siegen, Zürich (ETH), Eichstätt, Dortmund, Hamburg und Hanoi (Vietnam). Ehrenamtliches Engagement in der Umweltvermittlung für den Unesco-Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald mit Vorträgen, Seminaren und als Autor der Naturkolumne „Geschichten von Stein und Sein.

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Aktuelles Schreiben:

# Artikelarchiv (Analysen, Hintergründe, längere Berichte):  Naturschutz und weitere Themen # Umwelt, Klima, Energie # EU-Politik und Staatenwelt

Forschungsprofil

Seit Ende der 90er Jahre erforsche ich in unterschiedlichen Kontexten journalistische Kulturen (örtlich, interkulturell, thematisch) meist mit qualitativen Methoden (v.a. Interviews und Beobachtung) sowie explorativen Ansätzen hinsichtlich spezifischer Arbeitsweisen, Denkmuster, Rollenverständnisse und Tätigkeitsprofile von Medienakteuren. Von 1999 bis 2011, dem Jahr der publizierten Dissertation, analysierte ich in Diplom- und Masterarbeit sowie der Doktorarbeit die spezifische Arbeitskultur von Journalisten in Brüssel („Nachricht aus Brüssel“, Fallstudie zu dpa-Korrespondenten 2003, Studien zu Zeitungskorrespondenten 2006) sowie deren Beziehungen zu Heimatredaktionen, die ich gesondert in der Promotion untersuchte („Brüssel – vermeintlich fern“, 2007-2010).

Im Forschungsprojekt „Klimageschichten“ (2015-2018) stellt sich die Frage, wie Fachjournalisten sowie Medienforscher in unterschiedlichen Ländern die Chancen von Storytelling in der Klimaberichterstattung bewerten und wie diese auch mit neuen Formen und Genres verändert werden könnte. Hier geht es um die erstmalige Erkundung von klimajournalistischen Erzählarenen aus der Perspektive ihrer Akteure und die Suche nach neuen Forschungsfragen für die journalistische Erzählforschung sowie das Forschungsfeld des Umweltjournalismus. Interviewergebnisse aus Deutschland werden mit Befragungen von norwegischen JournalistInnen sowie v.a. auch Resultaten aus Vietnam, wo ich drei Jahre lang Mediendozenten im Umweltjournalismus weitergebildet habe, in Beziehung gesetzt und verglichen, wo es möglich ist. Partner waren hier Prof. Dr. Ranty Islam von der HMKW Berlin, die Friedrich-Ebert-Stiftung in Vietnam sowie die dortige Nationale Medienakademie AJC.

Vor allem aber dient die aktuelle interkulturelle Forschungsperspektive dazu, den Betrachtungsrahmen der nationalen Journalismusforschung im globalen Aktionsfeld des Klimawandels zu erweitern sowie, ganz im Sinne der angewandten Forschung, neue, kulturspezifische Narrative sowie handwerkliche Erzählformen zu finden, mit denen sich bisherige journalistische Standards und Praktiken gegebenenfalls anreichern und erweitern lassen. In dieser Hinsicht ist auch das aktuelle Projekt Sami Storys? Medienethnografische Erkundungen von klimajournalistischen Praktiken indigener Medienakteure in Nordskandinavien“ zu verorten (2017-2022), bei dem ich ohne Partner und mit eigenen Mitteln als Forscher, Journalist und Autor nach indigenen medialen Deutungs- und Darstellungsmustern im Klimakontext suche. Diese seltenere Art der Narrationsforschung verbinde ich derzeit mit der Beteiligung am aktuellen Forschungsprojekt zur Wirkung von Storytelling in der Nachhaltigkeitskommunikation (Prof. Dr. Daniel Fischer) der Leuphana Universität Lüneburg, an der ich selbst immer wieder lehre und u.a. das Zertifikat „Nachhaltigkeit und Journalismus vorgeschlagen und 2012 mitaufgebaut habe.

Zur diesem Blog (2008-2016)

Seit 2008 war es das Ziel, die fachliche Debatte zum Umweltjournalismus im Netz ein Stück weit voranzubringen. Dies ist in Teilen gelungen – v.a, da mit Grüner Journalismus nun eine größere Website der Hochschule Darmstadt gestartet ist, um die Berichterstattung zu Umwelt- und Nachhaltigkeit zu fördern. Da Torsten diese Site koordiniert, sind viele Inhalte des alten Euroreporter in den Speicher gewandert, aus dem sich die neue Plattform bedient.

Auf Euroreporter.de publiziere ich neben Hochschulinfos zu meinen Seminaren vor allem journalistische Texte sowie Lyrik + Aphorismen. Der Euroreporter ist darüber hinaus seit Dezember 2016 direkt mit dem Portal Grüner-Journalismus verknüpft, das ich leite. Ich schreibe dort in der Kolumne “Zwischen Himmel und Herde” über Natur, Medien und Zeit, aber auch über unsere Reisen – vor der Haustür mit der Familie, die uns raus aus Trautheim führen, oft in den Odenwald. Und ich schreibe über die Ferne, in die es uns immer wieder zieht, in den vergangenen Jahren oft nach Skandianavien und zuvor nach Australien, Neuseeland, Kanada, La Gomera oder Vietnam. Immer geht es dabei auch um Outdoor, Naturbeobachtungen, Umweltschutz und Umweltjournalismus, oft in der Tradition des angloamerikanischen nature writing, das ich auch als kaum ausgeschöpft, journalistische Kategorie auffasse. In der Kolumne sammle ich auch die Worte anderer und stelle sie ins Netz: gute Zitate, Auszüge aus Büchern oder Artikeln. Denn ich glaube an die Kraft der Worte: Ein richtiger Ausdruck, ein stimmiger runder Satz, eine leuchtende Analogie – all dies kann Gedanken verändern und damit auch ein Stück weit die Welt.

2 Antworten auf Autor

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