Handy und Fjäll – warum junge offenbar Norweger seltener loslaufen

Auf einer Wanderung durch den Wald bei Oslo, es wird dunkel. Es ist kalt, eisig, leise. Jeder muss auf den Boden schauen, um nicht auf der Eisdecke auszurutschen. Erst war die Rede davon, welche Outdoorkultur immer noch in Norwegen herrscht, wie oft die Leute in ihre Hütten gehen. Dann haben wir viel über Facebook geredet. Und dann sagte die Studentin, das sie keine zwei Tage mehr „disconnected“ sein kann. Es ginge einfach nicht. Eine andere stimmte ein, sie würde zu viel verpassen. Was?, fragte ich. Job-Angebote, Konzerticket. Und deshalb, weil junge Norweger nicht mehr disconnected sein könnten, gingen sie nicht mehr so oft raus. Kaum einer mache es mehr, Eltern, Großeltern – ja, die schon. „Im Gebirge hast Du keinen Empfang, also gehst Du nicht hin“. Eine Stunde später: „Wie viel öfter wir das machen müssten, nach der Uni einfach mal raus“. Sie habe jetzt runterkommen können, hätte neue Ideen gefunden. Wald, das sei essentiell. 15 min später: Alle sitzten in der U-Bahn, Schweigen, connected.

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