Archiv für die Kategorie ‘Blog-Einträge’

Vortrag an der ETH Zürich: Umweltjournalismus und Chemie

Donnerstag, 30. Mai 2013

Morgen fahre ich an die ETH Zürich, um bei der Safety and Environmental Technology Group des Institute for Chemical and Bioengineering einen Vortrag zu halten. Der Titel: “Environmental journalism: How about chemistry?”. Mir geht es vor allem darum zu zeigen, dass Chemie eine Dimension ist, die in vielen Einzelthemen steckt und neuerdings in anderen medialen Perspektiven (Plastik in Meeren z.B.) berichtet wird.

Es geht weiter… neue Fachpublikationen

Donnerstag, 16. Mai 2013

Gerade sind drei Fachtexte erschienen, die ich mit Kollegen verfasst habe:

- Fischer, Daniel/Schäfer, Torsten: Grüner wird es nicht. Auf den Trend hin zu grünen Themen reagiert die journalistische Ausbildung mit neuen Projekten. Ein Überblick. In: JournalistikJournal 1/2013, S. 11-12.

- Humburg,Anja/Schäfer, Torsten: “Es geht um engagierten Journalismus”. Ein Interview mit Prof. Dr. Gerd Michelsen, Universität Lüneburg. In: JournalistikJournal 1/2013, S. 12-13.

- Schäfer, Torsten: Europa in den Regionalmedien. In: Stratenschulte, Eckart D./ Müller, Bernd (Hrsg.): Der europäische Nachbar: Deutschland und die Niederlande im Diskurs, S. 105-117. Berlin 2013.

Umweltjournalismus startet durch, Euroreporter pausiert

Montag, 25. Februar 2013

Als dieser Blog 2008 an den Start ging, gab es keine Studiengänge zum Thema Umweltjournalismus in Deutschland. Es gab wenige Weiterbildungsseminare und wenige Forschungsprojekte. Mittlerweile hat sich die Lage aber geändert, denn grünen Themen sind in der Öffentlichkeit – und damit auch in Redaktionen und Medienhochschulen – viel wichtiger geworden. Dafür gibt es viele Belege, zuletzt etwa der Start des Nachhaltigkeitsportals der Wirtschaftswoche. Auch Aus- und Weiterbildung sind vorangekommen bzw. starten derzeit durch: Seit Oktober 2012 gibt es an der Universität Lüneburg das Weiterbildungsstudium „Nachhaltigkeit und Journalismus“, das Prof. Dr. Gerd. Michelsen auf den Weg gebracht hat. (weiterlesen…)

Wie fern ist Europa? Europäische Öffentlichkeit in der Regionalzeitung (Eigentext)

Donnerstag, 21. Februar 2013

In der Diskussion um europäische Öffentlichkeit geht es fast immer um überregionale Medien. Das eigentliche Massenmedium wird dabei häufig vergessen: Zwei Drittel aller Deutschen nutzen Lokal- und Regionalblätter und deren Onlineangebote. Dass Europa in dieser Berichterstattung noch eine geringe Rolle spielt, liegt jedoch nicht unbedingt am mangelnden Willen der Journalisten, zeigt eine Studie über Regionalzeitungs-Redaktionen. Mehr bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

Sustainable Fishing Helps Preserve Fish Stocks (Eigentext)

Donnerstag, 14. Februar 2013

Although the fishing industry keeps upgrading its vessels, catches continue to fall. According to scientists and environmental associations, many stocks have been overfished, calling for a radical shift towards sustainable fishing. Mehr beim Fachmagazin Digitial Development Debates

Von Schecks und Scheunentoren. Erfahrungen aus Schreibkursen für Print- und Online-Debütanten (Eigentext)

Freitag, 11. Januar 2013

In den vergangenen Jahren habe ich einige Lehraufträge gegeben und Weiterbildungsseminare gehalten, in denen Schreibwerkstätten im Vordergrund standen. Am Anfang der Angebote stand immer eine fachjournalistische Einführung, etwa in die Themengebiete Wissenschaftsjournalismus oder Klimawandel. Doch dann ging es mit den Teilnehmern, die aus der Wissenschaft kamen und Journalisten werden wollten oder sich als Studierende zum ersten Mal dem Schreiben näherten, um handfeste Themen einer Schreibwerkstatt: Stilistik, Textanalysen, Sprachdiskussionen, Einstiege und Ausstiege, Unwörter, Wissenschafts- und Behördensprache.

Dabei habe ich Klassiker vermittelt: Nominalisierungen verhindern, kurze Sätze nehmen, Adjektive dosieren, Fremdwörter möglichst vermeiden, starke Verben suchen und dergleichen. Mir ist aber im Laufe der Lehre klargeworden, dass die Teilnehmer damit nur bedingt etwas anfangen konnten und diese Grundregeln auch nicht immer zutreffen. Weil journalistische Sprache doch auch stark von ihrem Kontext abhängt. …. Mehr bei Onlinejournalismus.de

Telling sustainability – wie sich Nachhaltigkeit neu erzählen lässt. Gedanken zur journalistischen Praxis und medialen Forschung (Eigentext)

Freitag, 11. Januar 2013

Durch die Feuilletons waberte 2012 ein verheißungsvoller Begriff: Narration. Ohne die Kunst des Erzählens käme die politische Kommunikation, aber auch die Unternehmenskommunikation, nicht mehr aus, stand geschrieben. Oft mit Verweis auf das Vorbild Jeremy Rifkin. Denn der US-Autor vermag es wie wenige, die nicht immer ganz neuen Inhalte seiner neuen Werke als Erzählung zu präsentieren, die einleuchtet, anzieht, ja im besten Falle gar mitreißt. Mehr bei Lichblick-Blog.

 

 

Nature writing – ein Vorbild für den Umweltjournalismus?

Donnerstag, 10. Januar 2013

Hier ist ein wunderbarer Artikel aus der NZZ über die sehr inspirierende literarische Gattung des nature writing. Das gibt es bestimmt noch mehr…

Bewertungshilfen für Wissenschaftsjournalisten

Freitag, 04. Januar 2013

Hier kommen zwei Hilfen für die Wissenschaftsberichterstattung, die ich auch unter den Lehrmaterialien ablege: zwei Exzerpte von Grundlagentexten aus dem Buch „Wissenswelten“ (Hrsg: Holger Hettwer , Markus Lehmkuhl, Holger Wormer, Franco Zotta)

 # Gerd Antes: Die Qualität wissenschaftlicher Arbeiten – eine Bewertungshilfe für Journalisten.

# Hans Peter Peters: Erfolgreich trotz Konfliktpotenzial – Wissenschaftler als Informationsquellen des Journalismus.

10 Tipps für Jungjournalisten

Donnerstag, 05. Juli 2012

Durchdacht und hilfreich finde ich die „Zehn Überlebenstipps für Jungjournalisten“ von Reinhard Christl. Er ist Leiter des Instituts für Journalismus der FH Wien und war 14 Jahre lang Journalist.

Streit um den Riesendamm

Freitag, 10. Februar 2012

Umweltschützer kritisieren Alaskas Pläne für den achtgrößten Staudamm der Welt (Eigentext auf GEO.de)

Soziale Ökoforschung – ein Überblick

Dienstag, 13. Dezember 2011

Welche sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekte gibt es denn aktuell?  Das Forschungsministerium fördert viele – und hält einen Überblick im Netz bereit. Ganz nützlich, wenn man sich diese Perspektive auf Umweltthemen mal näher anschauen will. Etwas, das im Umweltjournalismus nun häufiger geschieht, wie es scheint. Zum Glück!

Teuer erkaufte Türen (Eigentext, Stern.de)

Montag, 12. Dezember 2011

Der Klimagipfel in Durban hat vieles unklar gelassen. Aber doch erreicht, dass weiter unter dem UN-Dach verhandelt wird. Das ist der eigentliche Erfolg der Konferenz. Ein Kommentar von Torsten Schäfer

Es war der längste Klimagipfel der Geschichte, ein Treffen der Unglaublichkeiten: Die Durban-Konferenz dauerte eineinhalb Tage länger als gedacht und eigentlich möglich. Denn die Räume waren nicht mehr gebucht, als die Minister am Samstagabend tagten. In der Nacht zuvor durfte die Klima-Runde dafür schlafen – was unter anderem ein schnelleres Ergebnis verhindert hat. Am Ende gab es Chaos pur: Tagungen zwischen Umzugskisten und Teilnehmer, die bei den entscheidenden Gesprächen schon im Flugzeug saßen. Die südafrikanische Leitung hatte den Gipfel nicht im Griff. Er drohte, an Organisation und Logistik zu scheitern. Er tat es aber nicht.

Die Verpflichtungen im Kyoto-Protokoll werden, wenn auch nicht für alle, weitergeführt. Der grüne Klimafonds für Entwicklungsländer soll kommen. Und es gibt einen Fahrplan für einen neuen globalen Klimavertrag, dem sich erstmals auch Schwellenländer wie China und Indien unterwerfen wollen. Vor allem aber hat Durban entgegen den Erwartungen vieler eines erreicht: das UN-Dach bleibt bestehen. 194 Länder können weiter im internationalen Haus verhandeln, um eine global gültige, rechtsverbindliche Antwort auf den Klimawandel zu finden. Eine Klimawelt der Beliebigkeit, der ein gemeinsamer Wille fehlt, wurde verhindert. Das ist der eigentliche Erfolg von Durban, wo sich die Tür auch hätte ganz verschließen können. Danach sah es lange aus. (weiterlesen…)

Dem Klima gefährlich nah – Indigene Völker bekommen steigende Temperaturen früh und stark zu spüren – gerade in kalten Regionen. Aktivisten haben einen Überblick verfasst

Donnerstag, 08. Dezember 2011

Eine Klima-Studie zu haben bedeutet ein Argument in der Hand zu haben – oder mehrere. Damit steigen Glaubwürdigkeit, Sprachmacht und Sichtbarkeit, kurzum also der Einfluss, den ein Staat, ein Verband oder ein Unternehmen auf Klimaverhandlungen wie die in Durban nehmen kann.

 Ohne größeren Einfluss sowie eigene Forschungseinrichtungen ist eine weltweit vertretene Bevölkerungsgruppe, die die Organisation Survival International „die ersten Wissenschaftler“ nennt: indigene Völker, seien es Yanomami in Brasilien, Inuit in Kanada oder Sami in Finnland. Durch ihre naturnahe Lebensweise spüren sie die Auswirkungen des Klimawandels besonders früh, sehen Indikatoren der Erderwärmung, die noch kein gewöhnlicher Forscher kennt. Deshalb müsste ihr Wissen viel stärker in die Debatte eingebracht werden, sagt Stephen Corry, Chef der 1969 in London gegründeten Initiative. „Es ist wichtig, dass ihr Wissen und ihre Ansichten endlich eine Berechtigung erhalten. Indigene Völker sollten eine größere Rolle bei Entscheidungen zum Klimawandel spielen“, sagt Corry.

Um den Ureinwohnern eine Stimme zu geben, hat Survival International einen Bericht verfasst: Darin kommen besonders Indigene aus kälteren Regionen zu Wort – auch aus Europa: “Früher konnte man im Vorhinein sehen, welches Wetter es geben wird. Diese Anzeichen und Fertigkeiten haben keine Gültigkeit mehr“, erklärt Veikko Magga, ein finnischer Sami-Hirte. Sami aus Norwegen, Finnland, Schweden und Russland erzählen von der schwerer werdenden Nahrungssuche der Rentiere. Und von Flüssen, die kein Eis mehr tragen und nicht passiert werden können. (weiterlesen…)

Umweltpolitische Erfolge – ZEIT und Spiegel zeigen sie. Endlich!

Montag, 05. Dezember 2011

Es ist immer öfter die Rede davon, warum es wichtig ist und an der Zeit, grüne Erfolge, Lösungsstrategien und Vorbilder in den Blick zu nehmen. Dazu habe ich auch einmal einen kurzen Artikel verfasst. Jetzt zeigen die ZEIT und Spiegel online in aktuellen Beiträgen, was umweltpolitisch schon alles erreicht worden ist. Sie drehen den sonst negativen und kritischen Blick, der ob der eminenten ökologischen Probleme sicher zurecht dominiert, einmal um – wie wohltuend, wie wichtig, wie motivierend!

Spiegel online: Die Luft ist rein - Trotz schmelzender Gletscher und steigendem CO2-Ausstoß gibt es Erfolge im Schutz von Umwelt und Klima: Unsere Atemluft ist reiner, Deutschland ist Recycling-Europameister und die Ozonschicht genesen. Eine Bilanz, die hoffen lässt.

ZEIT: Klimawandel Es geht voran – Während beim Klimagipfel in Durban die Politiker noch streiten, haben Praktiker in aller Welt längst Lösungen gefunden.

Green Quotes: Rem Koolhaas

Donnerstag, 01. Dezember 2011

“Ökologie ist das Ornament des 21. Jahrhunderts” – Rem Koolhaas, Architekt

Ist die Klimakonferenz in Durban der Scheidepunkt? Ein Pro und Contra

Mittwoch, 30. November 2011

Was ist eigentlich, wenn uns diese Klima-Konferenz wirklich um die Ohren fliegt und das UN-Regime am Ende ist? Wenn es also keinen gemeinsamen Rahmen gibt, über die Dinge zu sprechen und sich Ziele zu setzen? Das muss in Durban nicht unbedingt mit dem ganz großen Knall passieren, weil die Staaten sich vermutlich wieder in einem Klein-Klein verhakeln, bei ausgewählten Unterpunkten Teilerfolge erzielen, dies dann als Gewinn verkaufen und die Frage nach einem neuen Klima-Abkommen bzw. der Verlängerung des Kyoto-Systems erneut vertagen. Das wäre wohl der schleichende Beginn des Endes, kaschiert von weichen Kompromissen und kleinen, zu Forschritten aufgeblasenen Fußnoten.

Vielleicht aber gibt es auch den großen Knall wie in Kopenhagen und alles geht viel schneller: China und die USA blockieren, die Stimmung kippt und weitere Vertrauensverluste sind die Folge. Schon jetzt hat man als gelegentlicher Beobachter dieses Klimageschehens den Eindruck, spürt es irgendwie beim Lesen und nach Gesprächen mit Kollegen, dass die Luft raus ist und das große Ganze gerade schon dem Klein-Klein weicht. (weiterlesen…)

Fundgrube für Klima-Ideen: die Spiekerooger Klimagespräche

Freitag, 25. November 2011
Eine jährlich stattfindende, hochkarätig besetzte und noch nicht so bekannte Veranstaltung aus dem grünen Spektrum sind die Spiekerooger Klimagespräche, die in „Ergebnissen und Botschaften“ die Resultate aus Workshops wiedergeben, Thesen formulieren und Texte empfehlen.  Eine wahre Fundgrube mit prägnanten Aussagen und vielen Ideen! Schön fand ich spontan die These von Arne Dunker, Geschäftsführender Gesellschafter des Klimahauses in Bremerhaven, der 2011 dabei war.
Immer neue Krisen-Meldungen und eine mediale Informationsüberflutung fördern in der Bevölkerung das Gefühl einer Hilflosigkeit gegenüber Bedrohungen der eigenen Zukunft. Gleichzeitig bleibt die vielfach angekündigte Klimakatastrophe scheinbar aus, weil uns der Klimawandel nur in einem schleichenden Prozess unserer Lebensgrundlagen beraubt. Als Konsequenz konzentrieren sich immer mehr Menschen auf ihr individuelles Lebensglück und wenden sich von Gemeinschaftsaufgaben wie dem Klimaschutz ab. Als Gegenmittel müssen abstrakte Begriffe wie „Klima“ mit Leben gefüllt werden. Wer begreift, wie tief persönliches „Glück “ vom Klima geprägt ist, gibt dem Wort Klimaschutz einen viel höheren Stellenwert. Der Anstoß zum Umdenken richtet sich vor allem an junge Menschen. Sie sind offener für Neues als „Alte“, werden nicht durch vorgeprägte Verhaltensmuster im Handeln eingeschränkt und können als Botschafter Einfluss auf Ältere nehmen. Im Vordergrund muss auch für sie das positive Beispiel stehen. Deswegen brauchen wir – als Kontrapunkt zu der zögerlich wirkenden politischen Ebene – eine bessere Sichtbarkeit von Akteuren, die in Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich nachhaltiges Handeln vorleben und ein neues Verständnis von Verantwortung vermitteln.

Moschus-Gefahr

Mittwoch, 23. November 2011

Wilde Tiere, vor denen man gewarnt wird, gibt es in Europa nicht so viele. Man denkt vielleicht noch an Wolf und Bär. Aber nicht an die augenscheinlich kuhartigen aber doch ziegenverwandten Moschusochsen, die im norwegischen Rondane-Nationalpark, wo wir kurz Rast machten, offensichtlich eine warnenswerte Gefahr darstellen, wie das mit der Hüftschusstechnik gemachte Bild beweist. Wildes Europa, Du lebst!

Wie aus Paragrafen neue Wildnis wird (Eigentext)

Donnerstag, 10. November 2011

Die EU trägt mit ihrer Umweltpolitik maßgeblich dazu bei, dass wilde Tiere zurückkehren können und ihre Lebensräume geschützt sind. 

Die Wildnis kehrt nach Europa zurück, doch sie tut es nicht von allein. Der Mensch hilft nach – insbesondere Naturschützer, die in Europa seit Jahrzehnten für bedrohte Arten kämpfen. Gelege bewachen, Bestände zählen oder Jungtiere auswildern. Ohne dieses Engagement könnten sich verloren gegangene Wildtiere kaum wieder ausbreiten. Das wilde Europa hat auch einen politischen Rahmen: Jagdverbote, Schutzgebiete und Wiederansiedlungen, die Staaten auf den Weg gebracht haben – und damit die Europäische Union zu mutigen Gesetzen inspirierten. Den Anfang machte die EU mit der Vogelschutz-Richtlinie, die eine Antwort auf die Vogeljagd in Südeuropa war. Als sie 1979 in Kraft trat, unterlagen mit einem Mal alle europäischen Vogelarten einem Jagdverbot, das nur wenige Ausnahmen kennt (mehr zu lesen bei GEO.de).